Nachruf - Angry Anderson

Manche Menschen hinterlassen mehr als Songs und Erinnerungen. Manche Menschen werden Teil der eigenen Geschichte. Für das Wacken Open Air war Angry Anderson genau so ein Mensch.
Vor mehr als 26 Jahren spielten Rose Tattoo zum ersten Mal auf dem Acker – und kamen seitdem immer wieder. Doch die Aussies waren nicht einfach eine Band auf einer W:O:A-Bühne. Angry und „the guys“ haben dieses Festival mitgeprägt: Sie waren dabei, als mit The Company of Snakes und Molly Hatchet die „Night to Remember“ ihren Anfang fand. Und als Angry und die Jungs in Wacken das Album „25 to Life“ aufnahmen, sagte er zum Publikum: „We are walking on Holy Ground.“ Ein Begriff der seitdem untrennbar mit diesem Festival verbunden ist – so wie es auch Angry immer sein wird.
Über all die Jahre wurden aus Begegnungen Wiedersehen und aus Wiedersehen Freundschaft. Ob in Wacken oder am anderen Ende der Welt in Australien: Angry war nicht nur diese unverwechselbare Stimme, dieser tätowierte, kompromisslose Rock’n’Roller auf der Bühne. Er war ein unglaublich herzlicher, feiner Mensch. Eine Legende ohne Allüren. Einer von uns.
Noch in diesem Sommer durften wir ihn und Rose Tattoo ein weiteres Mal bei uns erleben: Angry lieferte ein Konzert ab, das uns nicht mehr loslassen wird. Niemand hätte zu diesem Zeitpunkt ahnen können, dass es seine letzte Wacken-Show sein sollte.
Tief traurig verneigen wir uns heute vor diesem kleinen Mann, der für uns zu den Allergrößten zählt. Danke, Angry. Für all die Jahre, für all die Male Wacken, für deine Freundschaft und für den Rock’n’Roll.
We will keep walking on Holy Ground.
Hier gibt es noch einmal den letzten Auftritt von Rose Tattoo beim W:O:A 2026
Rest in Peace.
